Die Angst der Industrie

Deutschland eilt der Schweiz in der Energiewende voraus. Nicht nur was den Ausbau der neuen Erneuerbaren betrifft, sondern gleichfalls in Bezug auf die entstehenden Probleme. Schon heute leidet die deutsche Wirtschaft unter den vermehrt auftretenden Stromschwankungen.

 

Die Schweiz ist Standort einer starken, produzierenden Exportwirtschaft. Die erfolgreichen Unternehmen sind beispielsweise in den Branchen Maschinenindustrie oder Chemie tätig. Es sind diese Unternehmen, die auf eine sichere und wirtschaftliche Stromversorgung angewiesen sind. 

 

Die betroffenen Branchen waren sich denn auch der Brisanz des neuen Energiegesetzes bewusst - und wehrten sich, im Gegensatz zu den Dachverbänden der Wirtschaft, gegen die planwirtschaftliche Energiestrategie. So fassten beispielsweise Swissmem und Scienceindustries Nein-Parolen und engagierten sich im Abstimmungskampf gegen das Energiegesetz.

 

Nun zeigt sich immer mehr: Die produzierende Wirtschaft in der Schweiz lag mit ihrer Einschätzung betreffende Energiestrategie wohl richtig. In Deutschland, Vorbild für die Schweizer Energiewende, hat die Wirtschaft inzwischen massive Probleme. Die Versorgungssicherheit wird zur grossen Herausforderung, denn Stromschwankungen sorgen für Produktionsausfälle. Gerade digitale Prozesse sind sehr anfällig auf Stromschwankungen.

 

Es kann also bilanziert werden: Nicht nur in Bezug auf den Ausbau von Solar- und Windenergie ist Deutschland das Vorbild der Schweizer Energiewender. Sondern Deutschland ist auch eine Blaupause, wenn es um die Probleme geht. 

 

 

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