Subventionen und andere Honigtöpfe

Wenn sich eine Art der Stromproduktion nicht lohnt, greift der Staat mit Subventionen ein. Subventionen für eine bestimmte Stromproduktionsform verzerren den Strommarkt. So wird die Wasserkraft von subventionierten Wind- und Solaranlagen konkurrenziert. Damit sinkt die Rentabilität von Wasserkraftanlagen, obwohl diese einspringen müssen, wenn Wind- und Solaranlagen keinen Strom produzieren. Das ist für die Schweizer Stromversorgung eine nicht unerhebliche Gefahr.

 

Wind- und Solarkraftwerke sind im Bau und Unterhalt sehr teuer und produzieren über ihre Lebensdauer viel zu wenig Strom, um wirtschaftlich betrieben werden zu können. Daher bezahlt der Konsument aktuell 2.3 Rappen pro kWh, welche in einen Fördertopf für erneuerbare Energien geht. Aus diesem Fördertopf werden Zuschüsse an Wind- und Solarkraftwerke finanziert, über die sogenannte Kostendeckende Einspeisevergütung KEV. Allerdings reichen aktuell die 2.3 Rappen nicht aus, um die vielen Projekte auf der Warteliste zu finanzieren. Der Energie Club Schweiz wird genau verfolgen, ob die Versprechungen, die der Bundesrat im Vorfeld der Abstimmung über das Energiegesetz gemacht hat, eingehalten werden: Dass die KEV-Abgabe nicht weiter erhöht wird und ab 2023 keine neuen Subventionen mehr ausgerichtet werden.

 

 

 

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