Saison-Speicher in der Schweiz

Wenn Solarstrom einen wesentlichen Beitrag zur Stromversorgung der Schweiz liefern soll, entsteht eine ausgeprägte Sommer-Winter-Asymmetrie. Im Sommer haben wir einen Überschuss, im Winter einen Mangel. Um dieses Problem zu lösen, müsste der Sommerüberschuss in den Winter verschoben werden können. Die Menge Energie, die im Sommer für den Winter gespeichert werden muss, hängt vom Anteil des Solarstroms, den Möglichkeiten von der Steuerung der Nachfrage und vom übrigen Kraftwerkspark ab.

 

Wenn die Jahresenergieproduktion der Kernkraftwerke zur Hälfte durch Photovoltaik ersetzt werden soll, muss die Solarkraft 12 Milliarden kWh produzieren. Davon entfallen 8 Milliarden kWh auf den Sommer und 4 auf den Winter. Gemessen am Bedarf müsste es gerade umgekehrt sein. Das heisst, wir müssen eine Methode finden, mit der man eine Energiemenge von 4 Milliarden kWh so speichern kann, dass sie im Winter tatsächlich als Strom zur Verfügung steht. Nehmen wir an, dass das Problem mit Eingriffen bei den Konsumenten (Abschaltung von Maschinen und Geräten) teilweise kompensiert werden kann, bleiben immer noch mindestens 3 Milliarden kWh. Wie speichert man 3 Milliarden kWh während mehreren Monaten?

Vier Methoden stehen zur Diskussion: Pumpspeicher, Druckluftspeicher, Batterien und die Elektrolyse, auch „Power to gas to power“ genannt. Alle Methoden sind bekannt und werden im kleineren Massstab bereits umgesetzt. Im Ausmass, wie sie für das Saisonproblem benötigt würden, sind sie aber alle unbezahlbar. Kosten-Schätzungen zeigen die Grössenordnungen:

 

 

Saisonspeicher sind nicht zu haben, denn es gibt keinen Weg, die nötige Strommenge zu akzeptablen Kosten zu speichern.

 

Wie man auf diese Zahlen kommt, erfahren Sie in den einzelnen Artikeln:

 

Pumpspeicher | Luftdruckspeicher | Batteriespeicher | Wasserstoffspeicher

 

 

 

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