Transport & Verkehr

Der Strassenverkehr in der Schweiz nimmt ständig zu. Der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel auf der einen Seite und die Entwicklung von Elektromobilität und fahrerlosen Fahrzeugen werden in Zukunft die Transporte in der Schweiz verändern.

 

Neben den Heizungen ist der Verkehr für einen grossen Teil des Schweizerischen Energieverbrauchs verantwortlich. In der Schweiz waren 2016 nur rund 10‘000 Elektrofahrzeuge und knapp 60‘000 Hybridfahrzeuge registriert. Über 3 Millionen Fahrzeuge sind nach wie vor mit Benzin und über 1.2 Millionen mit Diesel unterwegs.

Benzin hat einen Brennwert von rund 11 kWh pro Liter. Das ist gleich viel Energie, wie ein Kühlschrank in einem Monat verbraucht. Bei einem Verbrauch von 7 Litern Benzin auf 100 Kilometern und einer jährlichen Reise-Distanz von 10‘000 Kilometern verbraucht man also 700 Liter Benzin oder 7700 kWh Energie pro Jahr (ohne Produktion und Entsorgung des Fahrzeugs).

Rechnet man dies auf alle 4.2 Millionen Fahrzeuge in der Schweiz hoch, gelangt man auf den Wert von 32 TWh Energieverbauch, allein durch private Benzin- und Dieselfahrzeuge.

Laut Gesamtenergiestatistik des Bundesamtes für Statistik wurden in der Schweiz 2016 allein 6,8 Millionen Tonnen Treibstoffe (inkl. Flugtreibstoffe) verbrannt. Das sind entsprechend rund 75 TWh Energie – so viel, wie 10 Kernkraftwerke oder 20‘000 riesige Windturbinen in einem Jahr Strom produzieren.

Würde man alle Fahrzeuge elektrisch betreiben, so würde man die Energiemenge deutlich reduzieren können, welche für den Betrieb der Fahrzeuge nötig wäre, weil Elektromotoren effizienter sind als Verbrennungsmotoren. Elektrisch betriebene Fahrzeuge verbrauchen nur 15-25 kWh pro 100 Kilometer (statt 50 bis 100 wie Verbrennungsmotoren). Ebenso könnte man die Emissionen (Lärm, Abgase) während dem Betrieb drastisch reduzieren.

Die Elektromobilität hat jedoch beim Bau der Akkus sehr hohe ökologische Nachteile. Nicht zuletzt destabilisieren Elektrofahrzeuge das Stromnetz, wenn alle gleichzeitig laden möchten. Und nicht vergessen: Woher nehmen wir den zusätzlich benötigten Strom?

 

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