Strategie zur Schadensbegrenzung

Die Sicherstellung der Stromversorgung der Schweiz ist das grösste Problem der Energiestrategie. Die Verantwortlichen sehen die Lösung des Problems im Ausland und wollen den fehlenden Strom importieren. Dazu braucht es ein Stromabkommen mit der EU. Das steht allerdings politisch auf der Kippe. 

 

Die Schweiz läuft in einen Versorgungsengpass. Davor warnt nicht nur der Energie Club Schweiz, sondern auch verschiedene Experten wie die ElCom oder Alpiq-CEO Jens Alder. Das Bundesamt für Energie will die Versorgungssicherheit durch Stromimporte garantieren.

 

Will die Schweiz einen besseren Zugang zum europäischen Strommarkt, dann braucht sie ein Stromabkommen mit der EU. Seit über zehn Jahren wird über ein solches verhandelt. Bis jetzt ohne Erfolg. Die EU stellt sich auf den Standpunkt, dass ein Strommarktabkommen nicht ohne instituionelles Rahmenabkommen möglich ist.

 

Das institutionelle Rahmenabkommen stösst in der aktuellen politischen Diskussion von links bis rechts auf breiten Widerstand. Damit lösen sich auch die Pläne für das Strommarktabkommen immer mehr in Luft auf. Die Importfähigkeit nimmt ab und die Netzstabilität wird prekärer erklärt die Neue Zürcher Zeitung

 

Wie vermutet zeigt sich, dass die politische Verknüpfung von Rahmenabkommen und Strommarktabkommen für die Schweiz gefährlich ist. Immerhin: Hinter den Kulissen wird nun versucht, eine "Strategie zur Schadensbegrenzung" zu erarbeiten.

 

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