Glarus sagt Nein

In der Linthebene wollten Initiatoren rund um die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) einen Windpark mit fünf Windturbinen errichten. Die betroffene Bevölkerung wehrte sich erfolgreich. Jetzt zog der Glarner Landrat den Plänen den Stecker. 

 

Gemäss bundesrätlicher Energiestrategie sollte Windkraft auch in der Schweiz tragender Pfeiler der Stromversorgung werden und dereinst einen beträchtlichen Teil des wegfallenden Stroms aus den Kernkraftwerken kompensieren. Der Ausbau aber harzt. Aus guten Gründen - denn Windkraft macht weder ökonomisch, noch ökologisch Sinn und trägt wenig zur Versorgungssicherheit bei.

 

Das haben auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Linthebene gemerkt und sich gegen einen Windpark mit fünf Anlagen gewehrt, den die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG realisieren wollte. Die SAK rechneten wohl mit den Subventionen des Bundes - aber nicht mit dem Widerstand der Bevölkerung

 

Nun hat die Glarner Politik entschieden, dass in der Linthebene keine industriellen Windräder gebaut werden. Mit einer klaren Mehrheit, hat der Landrat die notwendige Richplanänderung abgeschossen. Es zeigt sich immer mehr, dass die Pläne des Bundesrates in Bezug auf Windenergie wohl eine Utopie bleiben wird. 

 

Allerdings: Das Bundesamt für Energie gibt nicht so schnell auf. Die Berner Verwaltung hat sich entschieden, den rechtlichen Weg einzuschreiten. Ein Rechtsgutachten, erstellt im Auftrag des Bundesamt für Energie, soll nun Kantone und Gemeinden dazu anhalten, bei den Mindestabständen nicht zu überborden.

 

Nachdem trotz subventionierter Werbung (Stichwort Finanzierung Swiss Eole) und Fake-News betreffend Windpotentiale (Stichwort Windatlas) der Erfolg auf sich warten lässt, wird nun also zu juristischen Mittel gegriffen. 

 

 

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