Schwieriger Weg in den Süden

Deutschland hat Milliarden in Windräder investiert. Der Grossteil davon steht im Norden des Landes. Der Strom aber wird im Süden benötigt, denn da befindet sich die Industrie. Der Transport des Stroms gleicht einem Spiessrutenlauf. Die sogenannte Suedlink-Trasse stösst überall auf massiven Widerstand. 

 

Subventionsgetrieben werden in Deutschland immer neue und immer grössere Windkraft-Anlagen realisiert. Die meisten Windparks befinden sich im Norden des Landes - insbesondere auch in der Nähe der Küste. Strom allerdings wird nicht im Norden, sondern im Süden benötigt. Vor allem in den beiden Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg. Hier befindet sich die angesehene deutsche Industrie.

 

Der unregelmässig anfallende Strom aus Windkraft muss also in den Süden transportiert werden. Dazu ist eine neue, leistungsfähige Strom-Trasse notwendig. Es handelt sich um das Projekt Suedlink - eine über 700 Kilometer lange Stromleitung. Allerdings: Niemand will die Stromleitung vor dem Haus. In jedem einzelnen betroffenen Dorf stösst das Projekt auf massiven Widerstand. Unzählige Bürgerinitiativen sorgen dafür, dass der Strom stecken bleibt. Darüber berichtete jetzt auch das Schweizer Fernsehen

 

Nun sucht die deutsche Regierung nach Lösungen - und es spriessen ersten "kreative" Ideen. Bundeskanzlerin Angela Merkel äusserte sich dahingehend, dass die Industrie doch den Strom "lokal" nutzen soll. Also im Norden des Landes. Es zeigt sich einmal mehr: Die Energiewende entwickelt sich immer mehr zur Planwirtschaft. 

 

Übrings: Auch in der Schweiz stossen Netzausbauten meist auf Widerstand. Zwischen Chippis und Mörel im Wallis, will Swissgrid eine neue Leitung realisieren. Auch hier wird mit einer gut organisierten Gegnerschaft gerechnet. 

 

 

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