Wenn die Erde bebt

In der Schweiz kann man in Basel und St.Gallen ein Lied davon singen. Geothermie sollte die Grundlage zur immer knapper werdenden Bandenergie werden. Strom allerdings blieb Wunschdenken - stattdessen bebte die Erde. Nun zeigen neuste Forschungsergebnisse: Geothermie wird es ohne Erdbeben wohl nicht geben.

 

Der Schock war gross, als vor mehr als zehn Jahren in Basel die Erde bebte. Der Grund für das Erdbeben waren die Geothermie-Träume der Industriellen Werke Basel (IWB). Seit diesem Zeitpunkt ist die Bohrung Sache des Schweizerischen Erdbebendienstes. Noch heute kämpft man in Basel mit den Altlasten.

 

Im Sommer 2013 entschieden sich dann auch die St. Galler ihren Geothermie-Versuch aufzugeben. Auch in St. Gallen zitterten die Gebäude. Immerhin: In St.Gallen haben die Forscher Erdgas gefunden. Nutzen werden sie das Vorkommen allerdings nicht.

 

Nun zeigt eine Studie, dass Geothermie ohne Erdbebenrisiko aktuell noch Wunschdenken ist. Die Forscher haben einen Vorfall in Korea genauer unter die Lupe genommen. Problematisch sind insbesondere Störungen im Untergrund, die an der Oberfläche nicht detektierbar sind. "Es ist selbst mit den besten Erkundungstechnologien extrem schwierig, Störungen zu finden, die nicht an der Oberfläche zu beobachten sind", bilanziert William Ellsworth von der Stanford University, der den Vorfall in Korea untersucht hat. 

 

 

 

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