Die Rückschläge werden sichtbar

Die Atomkraftwerke werden nach und nach abgestellt. Aber beim Wind herrscht Flaute, die Solarenergie bleibt ein Tropfen auf den heissen Stein und Geothermie liefert Erdbeben anstatt Strom. Zusätzlich verlangt das Gewässerschutzgesetz bei Neukonzessionierungen höhere Restwassermengen. Die kritische Situation hat nun auch der Ständerat bemerkt. 

 

"Unbehagen macht sich breit. Schrittweiser Atomausstieg, damit verknüpft weniger Stromproduktion im Inland, unsichere Teilnahme am EU-Strombinnenmarkt: Die Energiepolitiker im Ständerat sehen die Stromversorgungssicherheit in der Schweiz beeinträchtigt. Hinzu kommt, wie sie warnen, ein absehbarer Kapazitätsabbau im nahen Ausland, etwa Deutschlands Atomausstieg bis 2022", schreibt der Tages Anzeiger

 

Die ständerätliche Energiekommission fordert deshalb vom Bundesrat jetzt einen Plan, wie man die Versorgungssicherheit mit inländischer Produktion sicherstellen kann. 

 

Spannend: Die Motion ist ohne Gegenstimme zustande gekommen. Und die Mehrheit der Mitglieder stammt aus den Parteien CVP, SP, BDP und Grünen. Inzwischen scheint sich auch bei den konsequentesten Befürworter der Energiestrategie 2050 die Erkenntnis durchzusetzen, dass sich mittelfristig ein böser Versorgungsengpass abzeichnet.

 

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