Uneinigkeit bei der Marktöffnung - Einigkeit bei der Versorgungssituation

Ende Januar 2019 läuft die Vernehmlassungsfrist für die Revison des Stromversorgungsgesetzes ab. Immer mehr wird klar: Es herrscht in der Branche grosse Uneinigkeit in der Frage der Marktöffnung. Deutlich hingegen sind die Forderungen in Bezug die Versorgungssicherheit. 

 

Aktuell läuft die Vernehmlassung für die Revision des Stromversorgungsgesetzes. Der Energieclub Schweiz hat sich ebenfalls mit einer pointierten Stellungnahme an der Vernehmlassung beteiligt. Wie ein Beitrag im Tages Anzeiger jetzt beleuchtet, herrscht in der Branche Uneinigkeit in der Frage der Marktöffnung. Sie ist ein wichtiger Teil der vorliegenden Revision. 

 

Für den Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) gibt es Gründe, die für eine Marktöffnung sprechen - und gleichermassen gibt es Gründe, die dagegen sprechen. Es herrscht also Uneinigkeit im VSE. Der Dachverband Schweizer Verteilnetzbetreiber (DSV) findet die Marktliberalisierung keine gute Idee. Der grosse EU-Strommarkt bereitet den Verteilnetzbetreibern Sorgen und man hat Angst, diesem ungeschützt ausgesetzt zu sein. 

 

Gefordert werden Massnahmen zur Sicherung der Versorung

 

Offensichtlich einig ist man sich beim VSE dafür in der Frage der Versorgungssicherheit. In der Stellungnahme heisst es: "Im europäischen Umfeld ist innerhalb von wenigen Jahren ein massiver Abbau an gesicherter Kapazität absehbar, der sich negativ auf die Importfähigkeit der Schweiz auswirken wird." Es braucht jetzt zwingend Investitionen in die heimische Produktion.

 

Diese zentralste Forderung des VSE deckt sich mit der Auffassung des Energieclub Schweiz. Auch wir fordern, dass das Problem der Versorgungssicherheit nicht auf die lange Bank geschoben wird. 

 

 

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