Fundierte Kritik an der Energiestrategie

Am Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrum der Universität Basel beschäftigte sich eine Tagung mit der Schweizer Energiestrategie 2050. Die Experten zeigten auf, dass sich technische, wirtschaftliche und politische Realitäten nicht ausblenden lassen. 

 

In Basel trafen sich Expertinnen und Experten im Rahmen der Veranstaltung "Energiestrategie 2050 - wie umsetzen?" zu einer Diskussion über die aktuelle Schweizer Strompolitik. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Carnot-Cournot-Netzwerk und dem Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrum der Universität Basel organisiert. Im Zentrum der Veranstaltung standen die Probleme, welche die Umsetzung der Energiestrategie 2050 heraufbeschwört.

 

Zu den Referenten gehörte etwa Bernd Schips, der bekannte Ökonom und ETH-Professor. "Auf eine Reduktion des Strombedarfs dürfe man kaum hoffen, würden doch immer mehr Lebensbereiche elektrifiziert, wie etwa der motorisierte Verkehr. Auf einen namhaften Zusatzbeitrag von Strom aus Wasserkraft, Biomasse und Geothermie könne man ebenfalls nicht zählen", erklärte Schips gemäss Journalist Alex Reichmuth von der Basler Zeitung den Zuhörerinnen und Zuhörern. 

 

Nick Zepf, Maschinen- und Betriebsingenieur der Axpo, zog das Fazit, dass sich mit Fotovoltaik das Winterproblem nicht lösen lässt, und Wind und Geothermie, die helfen könnten, seien kaum akzeptiert. Deshalb sei eine realistische Überprüfung der Energiestrategie 2050 zwingend notwendig. 

 

Die Referate, die Eingangsaussagen der Panel-Teilnehmer sowie die Panel-Diskussion können auf dem Carnot-Cournot-Netzwerk YouTube-Kanal angeschaut werden.

 

 

 

 

 

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