Warnung vor Stromlücke

Die ElCom warnte an ihrem Forum einmal mehr vor dem sich abzeichnenden Strom-Engpass. Die Aufsichtsbehörde der Strombranche schlägt zurecht Alarm. In Deutschland und Frankreich werden in den kommenden Jahren etliche Elektrizitätswerke vom Netz genommen. Die Importstrategie von Doris Leuthard ist eine Hochrisikostrategie. 

 

Das ElCom-Forum 2018 fand am 29. November im Kursaal Bern statt. Die Botschaft der Aufsichtsbehörde war klipp und klar und wird von SRF folgendermassen zusammengefasst: "Die Engpässe im Winter bei der Stromversorgung könnten sich in den kommenden Jahren verschärfen; es brauche zusätzliche Kapazitäten und Anreize für die heimische Stromproduktion."

 

Was beunruhigt die Schweizer Behörde? "In Deutschland und Frankreich werden in den kommenden Jahren etliche Elektrizitätswerke vom Netz genommen. Das seien Fakten, die man deutlich kommunizieren wolle, sagt ElCom-Präsident Carlo Schmid", so SRF. Man muss sich auf eine Situation vorbereiten, in der Importe nicht möglich sind.

 

Nicht beirren lässt sich Doris Leuthard. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass sich keine Versorgunsproblem abzeichnet. "Mit Importen könnten Engpässe überbrückt werden", lässt die Bundesrätin gemäss SRF verlauten. 

 

Wer hat recht? Die Bundesrätin oder die Experten? Der Energie Club Schweiz teilt klar die Meinung der ElCom-Experten und sieht die Sicherstellung der Stromversorgung als dringendes Problem, das umgehend zu lösen ist. 

 

 

Die ElCom warnt: Im Winter werden sich die Engpässe verschärfen. (Foto: elcom.admin.ch)

 

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